Viele junge Künstler, die im Rahmen der Festivals erste Bekanntheit erlangt haben, machen mittlerweile international Karriere: Unter den Pianisten Alice Sara Ott, Herbert Schuch, Severin von Eckardstein, Taihang Du, Özgür Aydin, Alexej Gorlatch, Shaun Choo, Roland Krüger, Sheila Arnold, Katja Huhn, Claire Huangci und viele andere. An der Violine u.a. Alexandra Soumm, Dalibor Karvay, Lidia Baich, Ondrej Janoska, Lorenzo Gatto und Nicolaj Znaider.
Solisten 2012 | Kammerphilharmonie Graubünden und Südwestdt. Philharmonie Konstanz
Lea Birringer
Lea wurde 1986 in Quierschied (Saarland) geboren und begann im Alter von drei Jahren mit dem Geigenspiel. Schon während ihrer Schulzeit wurde sie in die Hochbegabtenklasse der Universität „Mozarteum“ in Salzburg aufgenommen. Nach ihrem Abitur begann Lea ihr Studium bei dem renommierten Prof. Igor Ozim und absolvierte ihr Examen mit Auszeichnung. Zur Zeit setzt sie ihre Studien bei Prof. Pavel Vernikov am Konservatorium in Wien fort.
Der 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert" 2004 war der Auftakt für eine Reihe von ersten Preisen bei internationalen Wettbewerben in Italien, Deutschland und Österreich, wo sie u.a. 2008 den 15. Internationalen Violinwettbewerb „Johannes Brahms in Pörtschach gewann. Diese Erfolge veranlassten ihre Heimatstadt Saarbrücken, sie mit dem „Kulturpreis für junge Nachwuchskünstler“ auszuzeichnen.
Kürzlich gewann Lea zusammen mit ihrer Schwester Esther den 1. Preis sowohl beim internationalen Kammermusikwettbewerb "Premio Vittorio Gui" in Florenz als auch beim internationalen Kammermusikwettbewerb "Città di Pinerolo".
Als Stipendiatin und Preisträgerin des 13. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds der Deutschen Stiftung Musikleben spielt Lea Birringer seit Februar 2005 eine Violine von Gianbattista Ceruti, Cremona ca. 1800.
Alexandra Conunova
studierte von 2006 bis 2010 an der Hochschule für Musik und Theater Rostock in der Klasse von Prof. Petru Munteanu. Derzeit wird sie von Prof. Krzysztof Wegrzyn in Hannover unterrichtet. Ergänzend zum Studium nahm sie an Meisterkursen teil, beispielsweise bei Igor Oistrach, Igor Ozim und Baiba Skride.
Die junge Musikerin ist Preisträgerin internationaler Wettbewerbe. So erspielte sie sich beispielsweise 2003 einen 1. Preis samt Sonderpreis beim Internationalen Wettbewerb für Violine in Kloster Schöntal sowie den Grand Prix Internationalen Wettbewerb für Violine „George Enescu“ in Bukarest. 2006 errang sie den 3. Preis beim Internationalen „Jampolski“-Wettbewerb in Moskau und 2008 den 2. Preis beim 3. Internationalen Wettbewerb „Henri Marteau“. Zuletzt hat sie 2011 u.a. den Internationalen Wettbewerb „George Enescu“ in Bukarest gewonnen.
Konzerte mit zahlreichen Orchestern führten Alexandra Conunova u.a. nach Bulgarien, Russland, Frankreich und in die Türkei. Als Solistin trat sie mit verschiedenen Orchestern in Moldawien, Weißrussland und Deutschland auf, u.a. mit der Norddeutschen Philharmonie Rostock und den Hofer Sinfonikern. Zudem gastierte sie bei renommierten Festivals wie den Schweriner Schlossfestspielen, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Radio France Festival in Montpellier.
Als Preisträgerin des 19. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds in der Deutschen Stiftung Musikleben spielt Alexandra Conunova seit Februar 2011 eine Violine von Santo Seraphin, Venedig 1735, aus dem Besitz der Bundesrepublik Deutschland.
Elena Graf
erhielt im Alter von drei Jahren ihren ersten Geigenunterricht. Bereits mit 12 Jahren studierte sie als Jungstudentin an der Hochschule für Musik in Freiburg, bei Prof. Jörg Hofmann und später bei Prof. Latica Honda-Rosenberg. 2005 studierte sie für ein Jahr in der Klasse von Prof. Christoph Poppen an der Hochschule für Musik und Theater in München. Von 2006 bis 2010 war Elena Graf in der Klasse der renommierten Solistin Prof. Julia Fischer in Frankfurt/Main an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und wechselte dann zu Prof. Priya Mitchell an der gleichen Hochschule.
Elena Graf konzertiert regelmäßig als Solistin mit Orchestern im In- und Ausland, wie z.B. mit dem Internationalen Mahler Orchester, dem Museumsorchester Frankfurt, in Konzertsälen wie der Berliner Philharmonie, der Liederhalle Stuttgart oder der Alten Oper Frankfurt.
Zuletzt wurde Elena Graf bei dem 1. Internationalen Violinwettbewerb Freiburg 2010 mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. Kurz davor erhielt sie bei der Internationalen Carl-Flesch-Akademie in Baden-Baden den "Werner-Stiefel-Preis", sowie den Stennebrüggen-Preis. Die junge Geigerin gewann zudem mehrere 1. Preise beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert".
Elena Graf ist seit 2007 Stipendiatin der Yehudi-Menuhin Organisation „Live Music Now". Im Sommer 2007 nahm Elena Graf an der "Encore School for Strings" in den USA teil. Dort wurde sie von David Cerone unterrichtet und trat als Solistin in Konzerten auf, von denen eines vom Rundfunk live übertragen wurde. 2008 wurde sie 1. Preisträgerin beim Pirazzi-Wettbewerb für Streicher der Musikhochschule Frankfurt und ist somit Stipendiat der gleichnamigen Stiftung
Seit 2005 spielt Elena Graf als mehrfache Preisträgerin des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds eine Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben, derzeit eine Violine von Giambattista Rogeri, Brescia, aus dem Besitz der Bundesrepublik Deutschland.
ANDREJ BIELOW
wurde 1981 in Khmielnizkiy (Ukraine) als Sohn einer musikorientierten Familie geboren. Seinen ersten Violinenunterricht erhielt er im Alter von fünf Jahren. Seines außergewöhnlichen Talentes nahm sich sehr früh Prof. Michael Kuzniezow an. Mit 15 Jahren kam Andrej Bielow nach Deutschland und studierte bei Prof. Krzysztof Wegrzyn an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, wo er 2006 auch sein Konzertexamen absolvierte. Er war Stipendiat des ukrainischen Kulturfonds.
Er ist Preisträger zahlreicher namhafter Musikwettbewerbe (u. a. des ARD Wettbewerbes in München und des Long-Thibaut Wettbewerbes in Paris). Seit 2005 ist er Primarius des Szymanowski Quartet, entwickelt aber parallel dazu weiterhin intensiv seine Karriere als Solist. Sein äußerst umfangreiches Repertoire umfasst u. a. 30 Konzerte für Violine und Orchester.
Bereits als Kind gab Bielow zahlreiche Konzerte im In- und Ausland. Inzwischen gastierte er bereits mit namhaften Orchestern in aller Welt, darunter New Japan Philharmonic, Orchestra National de Radio France, NDR Radiophilharmonie, Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Deutsche Sinfonie Orchester Berlin, Amadeus Chamber Orchestra und dem Münchner Kammerorchester. Zu den Highlights der Saison 2011 / 2012 zählen Auftritte im Gewandhaus Leipzig, Wigmore Hall, Musikverein Wien, bei dem Klavierfestival Ruhr an der Seite von Kit Armstrong und Adrian Brendel sowie die Asien Tournee mit dem Szymanowski Quartet.
Andrej Bielow spielt eine Violine von Antonio Stradivari aus dem Instrumentenfond der Deutschen Stiftung Musikleben.
Mariusz Pat
yra
In Orzysz/Polen geboren, begann Mariusz Patyra im Alter von sieben Jahren mit dem Geigenunterricht. Die Ausbildung erfolgte bei Prof. A. Hoffmann in Olsztyn, Prof. J. Kucharski in Warschau und Prof. K. Wegrzyn in Hannover. Im Moment studiert er bei Prof. I. Kertscher in Hannover und Maestro Salvatore Accardo in Cremona.
Der junge Künstler ist Preisträger des Internationalen Violinwettbewerbs J. Joachim (Hannover 1977), Finalist des Internationalen Stradivari-Wettbewerbs (Cremona 1998), Gewinner des 4. Preises beim Internationalen Violin Wettbewerbs Carl-Nielsen sowie Gewinner des Sonderpreis des Odense Symphonie Orchesters (Odense 2000).
Als erster Pole gewann Mariusz Patyra den „Premio N. Paganini“ (Genua 2001). Dabei wurde ihm der Sonderpreis für die beste Interpretation der Paganini Capricen zuerkannt und er erhielt zusätzlich eine Kopie der „Il Cannone“ des großen Virtuosen.
Mariusz Patyra konzertiert in Europa, Japan, den Vereinigten Staaten von Amerika und in Südamerika. Er trat unter anderem mit Orchestern wie dem Royal Chamber Orchestra Tokio, dem Orchestra Fondazione Arturo Toscanini, dem Orchestra di Roma, dem Orchestra Filarmonica Marchigiana, dem Orchester des Polnischen Rundfunks und der Nationalen Philharmonie Warschau auf. Außerdem machte er Aufnahmen für den Polnischen sowie für den Norddeutschen (NDR), den Westdeutschen (WDR) und den Italienischen Rundfunk (RAI TRE),
Mariusz Patyra spielt auf der Kopie der Guarneri del Gesú 1733, nachgebaut von Christian Erichson (Hannover 2003), sowie einer Kopie der „Il Cannone“ 1742, hergestellt von J.B.Erwin (Dallas 2000).
Valeriy Sokolov
Der 1986 in der Ukraine geborene Valeriy Sokolov gilt als einer der hoffnungsvollsten Stars seiner Generation wie nicht nur der berühmte Musikdokumentarfilmer Bruno Monsaingeon in mehreren ausführlichen Fernseh-Portraits über Sokolov betont. Er begann im Alter von fünf Jahren mit dem Violinspiel. Bereits mit elf trat er zum ersten Mal öffentlich mit dem Violinkonzert Nr. 5 von Henri Vieuxtemps auf. Er kann auf zahlreiche Konzerte und gewonnene Preise zurückblicken. Unter anderen nahm er 2005 am internationalen George-Enescu-Wettbewerb teil und gewann sowohl den Ersten Preis als auch den Preis für die beste Aufführung von Enescus 3. Violinsonate sowie den Enescu-Stiftungspreis.
In den vergangenen Spielzeiten debütierte Valeriy Sokolov bei namhaften Orchestern in Europa, Asien und Amerika. 2008 gab er sein Debüt in der Londoner Wigmore Hall und war im selben Jahr auch in der amerikanischen Erstaufführung von Boris Tichenkos Konzert für Klavier und Violine in der New Yorker Carnegie Hall zu hören.
Regelmäßig ist Valeriy Sokolov bei den Festivals in Aspen, Verbier, Gstaad, St. Denis, Ravenna, Mecklenburg-Vorpommern, beim Kissinger Sommer sowie in Lockenhaus zu Gast. Kammermusikpartner sind Pianisten wie David Fray und Kathryn Stott sowie der Cellist Leonid Gorokov.
Valeriy Sokolov hat einen Exklusivvertrag mit Virgin Classics. 2009 hat für das Label zusammen mit Svetlana Kosenko Enescus 3. Violinsonate aufgenommen. 2010 spielte er gemeinsam mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter der Leitung von David Zinman die Violinkonzerte von Tschaikowsky und Bartók ein. Valeriy Sokolov wird von der Accenture Stiftung gefördert und ist Junger Solist des Kronberg Academy Masters bei Professor Ana Chumachenco.