Studenten von gestern | Stars von heute

 

 

Viele junge Künstler, die im Rahmen der Festivals erste Bekanntheit erlangt haben, machen mittlerweile international Karriere: Unter den Pianisten Alice Sara Ott, Herbert Schuch, Severin von Eckardstein, Taihang Du, Özgür Aydin, Alexej Gorlatch, Shaun Choo, Roland Krüger, Sheila Arnold, Katja Huhn, Claire Huangci und viele andere. An der Violine u.a. Alexandra Soumm, Dalibor Karvay, Lidia Baich, Ondrej Janoska, Lorenzo Gatto und Nicolaj Znaider.

 


Solisten 2010 | Festivalorchester und Südwestdt. Philharmonie Konstanz

 


paidassi 4Solenne Païdassi

Die in Nizza geborene, französische Geigerin Solenne Païdassi erhielt ihre Ausbildung am Konservatorium in Genua, an der Royal Academy in London, am Curtis Institute of Music in Philadelphia und an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, wo sie derzeit auch wohnt. Neben ihren Studien ist sie Mitglied des Ensembles „Il Gioco col Suono“ und Trägerin eines Yehudi Menuhin Stipendiums.


Sie ist vielfache Preisträgerin internationaler Violinwettbewerbe, u.a. Sion Competition, Gyeongnam Competition in Korea, Lysenko Competition Ukraine und Baltic Competition in Polen. Als Finalistin des Internationalen Violinwettbewerbes Hannover 2009 führte sie zusammen mit der NDR Radiophilharmonie Beethovens Violinkonzert auf, das sie kurz vorher mit der Warschauer Philharmonie gespielt hatte und wurde stürmisch gefeiert.


Solistisch trat sie begünstigt durch ihr breites Repertoire bereits in London, Philadelphia, in der Carnegie Hall in New-York, in Monte Carlo, der Tonhalle Zurich, in Hannover, im Tongyeong Arts Center in Korea, in der Slowakei und in Polen auf. Solenne Païdassi spielt eine Geige von Lorenzo Ventapane aus dem Jahr 1795, eine Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben Hamburg.

 


bielow 2Andrej Bielow

1981 in der Ukraine geboren, erhielt Andrej Bielow den ersten Violinunterricht im Alter von fünf Jahren. Sein außergewöhnliches Talent zeigte sich rasch, sodass sich Professor Michael Kuzniezow seiner annahm und ihn weiter förderte. Seit 1997 lebt Andrej Bielow in Hannover, wo er an der Hochschule für Musik und Theater Violine bei Prof. Krzysztof Wegrzyn studiert hat. Weitere musikalische Ausbildungen erhielt er bei Gerard Poulet am Conservatoire Nationale Superieur-CNR Paris, bei Herman Krebbers, Silvia Marcovici und Ida Haendel. Andrej Bielow ist Preisträger der internationalen Wettbewerbe Long Thibaud Paris (2002), Joseph Joachim Hannover (2000) und ARD München (1999).


In den vergangenen Jahren erhielt er aufgrund seiner außergewöhnlichen Begabung zahlreiche Stipendien von Kulturinstitutionen wie dem Ukrainischen Kulturfonds, der Theodor Lessing Stiftung, der Stiftung Kulturregion Hannover, den Förderpreis des Landes Niedersachsen und durch die Deutschen Stiftung Musikleben ein Förderstipendium der Gerd-Bucerius-ZEIT-Stiftung. Als Solist gastierte er bereits mit namhaften Orchestern in aller Welt, darunter das New Japan Philharmonic, das Orchestra National de Radio France, die NDR Radiophilharmonie, das Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks und das Münchner Kammerorchester. Er musizierte mit namhaften Dirigenten wie Kurt Masur, Yan Pascal Tortelier, Gianandrea Noseda, Miguel Gomez-Martinez, Christian Arming, Agnieszka Duzcmal, Junichi Hirokami und Christoph Poppen.


Mit Vorliebe widmet sich Andrej Bielow auch der Kammermusik. Er war unter anderem zu Gast beim Festival Mecklenburg Vorpommern, dem Schleswig Holstein Musik Festival und den Niedersächsischen Musiktagen. Bei der Kronberg Academy trat er mit Gidon Kremer, Juri Bashmet und dem Beaux Arts Trio auf. Seit November 2005 ist er Primarius des renommierten Szymanowski Quartets mit dem er schon viele Tourneen unternahm. Zeitgleich erhielt er einen Lehrauftrag für Violine an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.

Von der Deutschen Stiftung Musikleben zur Verfügung gestellt, spielt er eine Violine von Guiseppe (Filius Andreae) Guarneri (ca.1730-1735) aus dem Deutschen Musikinstrumentenfond.

 


choi 1Ye-Eun Choi

1988 in Seoul in Südkorea geboren, wurde sie früh als Jungstudentin von Nam Yun Kim an der Kunsthochschule von Korea aufgenommen. 1998 feierte sie im Alter von zehn Jahren ihr Konzertdebüt mit dem Seoul Philharmonic Orchestra und zog 2004 nach Deutschland, um bei Ana Chumachenko an der Musikhochschule in München zu studieren. 2005 wurde Anne-Sophie Mutter auf sie aufmerksam und fördert sie seitdem mit einem Stipendium ihrer Stiftung. Bis heute wird sie von der international bekannten Geigenvirtuosin professionell unterstützt.


Die mehrfache Preisträgerin ist bereits mit Orchestern auf der ganzen Welt aufgetreten. Dazu zählen u.a. das Münchner Rundfunkorchester, das National Orchestra of Belgium, das finnische Kuhmo Chamber Orchestra, sowie die führenden  Orchester und Kammerensembles Koreas. Zu ihren musikalischen Höhepunkten zählt ihr Auftritt mit dem Montreal Symphonieorchester unter der Leitung von Kent Nagano (Mozart Konzert Nr. 3) und Konzerte in der Frauenkirche in Dresden mit Anne-Sophie Mutter und den Trondheimer Solisten (Bach Doppelkonzert in D-Moll). 2009 trat sie bei Konzerten mit der Bad Reichenhaller Philharmonie (Mozart) und dem Münchner Symphonieorchester (Mendelssohn) auf. Weitere Programmpunkte bildeten das Neue Kammerorchester Potsdam, das Shanghai Symphonieorchester, das New Japan Philharmonieorchester und das New York Philharmonieorchester unter der Leitung von Alan Gilbert.


Ihre Hingabe zur Kammermusik zeigt Ye-Eun bei Festspielen auf der ganzen Welt. So konzertierte sie beispielsweise gemeinsam mit Gidon Kremer im Rahmen der Musikfestspielen von Lockenhaus. Ye-Eun Choi spielt eine Geige Giuseppe Guadagnini, einer Leihgabe der Free Instrument Bank der Kumho Asiana Cultural Foundation.

 


Anne Schinz

1987 in Berlin geboren erhielt sie ihren ersten Geigenunterricht bereits mit vier Jahren. Ab 1994 gewann sie regelmäßig erste Preise bei „Jugend Musiziert“ und spielte zwischen 1995 und 2001 in der Jugendsymphonie und im Kammerorchester der Musikschule Berlin-Steglitz. 1999 wurde sie Mitglied des Landesjugendorchesters Berlin, bevor sie ein Jahr später als Jungstudentin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin in der Violinklasse von Prof. Eberhard Feltz aufgenommen wurde. Seit 2006 studiert sie an der Musikhochschule Freiburg bei Prof. Rainer Kussmaul. Ihr Interesse gilt aber nach wie vor auch der Kammermusik (Kammermusikkurs bei Hortense Cartier-Bresson 2009). Die mehrfache Preisträgerin ist seit 2008 Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie, nimmt rege an Meisterkursen renommierter Violinpädagogen teil (Stephan Picard, Heime Müller, Nora Chastain) und gibt regelmäßig Konzerte in Freiburg und Berlin. Seit September 2009 ist sie zudem Mitglied und Solistin der Jungen Sinfonietta Freiburg. Im Oktober des vergangenen Jahres erreichte sie das Halbfinale des Internationalen Violinwettbewerbs Avignon.

 


starkloff 1Friederike Starkloff

1990 in Chemnitz geboren, erhielt Friederike Starkloff ihren ersten Violinunterricht mit fünf Jahren. Bis zum Beginn ihres Musikstudiums 2008 wurde sie in Freiburg von Prof. Wolfgang Marschner unterrichtet. Seit dem Sommersemester 2008 studiert sie an der Hochschule für Musik in Freiburg bei Prof. Rainer Kussmaul. Beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ hat sie 1998 das erste Mal einen 1. Preis gewonnen. Bis 2004 folgten ihm elf weitere, die sie für ihre Vorträge in Solo-Wertungen bzw. als Mitglied in Duo und Quartett entgegennahm. Parallel dazu reüssierte sie bei verschiedenen Geigen- und Kammermusik-Wettbewerben. Beim Int. Marschner-Wettbewerb Hinterzarten gewann sie 2002 den Sonderpreis für den besten jüngsten Teilnehmer und 2005 den ersten Preis im Fach Viola. Erste Preise gewann Friederike Starkloff außerdem 2005 beim International Young Violonist Meeting Miroslaw Lawrynowicz und 2006 beim Internationalen Violinwettbewerb Ludwig Spohr in Freiburg. Zuletzt gewann sie im Mai 2009 den zweiten Preis im 7. Internationalen Leopold-Mozart-Wettbewerb in Augsburg.


Solistisch konzertierte sie bereits mit der Weimarer Staatskapelle, dem Staatstheaterorchester Freiburg und der Baden- Badener Philharmonie. Beim Internationalen Wettbewerb Violine in Dresden 2008 erhielt Friederike Starkloff den Hauptpreis, verbunden mit einem Konzertauftritt im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele 2009. Die Stipendiatin der Jürgen Ponto-Stiftung (2004–2007) besucht regelmäßig internationale Meisterkurse unter der Leitung renommierter Musiker und Pädagogen wie Wolfgang Marschner, Kurt Masur und Herman Krebbers. Friederike Starkloff spielt eine Geige von J.B. Guadagnini – eine Leihgabe der Landessammlung Baden-Würtemberg.

 


schumann 1Erik Schumann

Schumann wurde 1982 als Sohn deutsch/rumänisch/japanischer Eltern in Köln geboren. Entscheidend für seine musikalische Entwicklung ist sein Lehrer Zakhar Bron, bei dem er derzeit sein Studium an der Musikhochschule Köln vollendet. Weitere Impulse für sein Violinspiel erwarb er sich durch Meisterkurse u.a. bei Pinchas Zuckerman, Miriam Fried, Shlomo Mintz, Herman Krebbers und György Pauk. Er konzertiert regelmäßig mit namhaften Orchestern in Europa, Asien und den USA, darunter das Gewandhausorchester Leipzig, die Kammer orchester von Wien und Zürich, das Orchestre National de France, die Sinfonia Varsovia, das Tschechische Nationale Symphonieorchester, das Kyoto Symphony Orchestra sowie das Chicago Symphony Orchestra. Seit Beginn seiner musikalischen Karriere wurde er mit den verschiedensten Preisen und Auszeichnungen ausgezeichnet: 1. Preis beim Wieniawski-Lipinski-Wettbewerb in Lublin, Polen, Preisträger beim Int. Violinwettbewerb Jacques Thibaud in Paris (2002) sowie beim Internationalen Shlomo-Mintz-Violinwettbewerb in Sion, Schweiz (2003). Er ist zudem Stipendiat der “Studienstiftung des deutschen Volkes” und der “Deutschen Stiftung Musikleben”. 2004 wurde er mit dem renommierten “Bernstein Award” des Schleswig-Holstein Musik Festivals ausgezeichnet.


Als Kammermusiker arbeitet er mit Partnern wie dem Tokyo String Quartet, Claudio Bohorquez, Markus Groh und Henri Sigfridsson. Zusammen mit Nicolas Altstaedt und Peter Wienhardt spielt er im AbsoluTrio. Im Mai 2008 erschien seine Debüt-CD, auf der er im Duo mit Henri Sigfridsson Sonaten von Sergei Prokofiev erkundet. Diese Einspielung ist bereits jetzt von der Presse als gelungenes Debüt hoch gelobt. Erik Schumann spielt auf einer Violine von Stradivarius (1713).